Auf dem anderen Blog

Ich lasse diesen Blog auslaufen, da ich ja doch meistens auf meinem richtig Blog poste. Ab sofort findet ihr nur noch dort die Sport-Themen. Leider gibt es da keine Kategorien, aaber wer suchet, der findet.

Dies und das

Eine lange Saison geht zu Ende. Eine Saison, in der ich meistens nicht wusste, wer in Liga 1 auf den ersten Plätzen und auf den Abstiegsplätzen war. Eine Saison, in der ich meist nur wusste, wer in Liga 2 auf den Aufstiegsplätzen war. Eine Saison, in der ich hinterher nicht mal mehr wusste, ob Arminia auf Platz 4, 5, 6 oder 7 weilte. Eine Saison, in der mich Arminia im Stadion langweilte, aber außerhalb für Spannung sorgt(e), nicht wissend, wie es mit diesem Verein weitergeht.
 
Jetzt aber beginnt die Vorfreude auf die WM. Das Panini-Heft ist gekauft. Ich weiß jetzt, dass Nord-Korea bei der WM dabei ist und Mexiko das Auftaktspiel gegen Südafrika bestreitet. Und so langsam muss ich mich auch entscheiden, wen ich denn nun als Weltmeister tippe (Spanien, England, Italien, Argentinien,...).
Traurig bin ich immer noch darüber, dass die hübschen Schweden nicht dabei sind. Da wird unsere Sabberwand enorm drunter leiden müssen und es kann kein hübschestes Spiel der WM geben (ITA-SWE). Aber es ist ja auch mal die Chance für die anderen Mannschaften auf ihre hübschen Spieler aufmerksam zu machen. Nur noch 1 Monat. Yeah!

Nicht mehr soo lange

Ich habe keine Lust derzeit etwas über Arminia zu schreiben, deshalb herrscht hier auch zurzeit Funkstille. Aber zur WM, da geht es hier wieder los. Hübsche Fußballer, tolle Tore, das beste vom Besten von der Sabberwand. Versprochen.

Der Könich is wech

Ja, da ist er nun weg. Sein Gelaber mit der 2.BL war leider nur hohles Gelaber und ebenso seine Beteuerungen und Liebesschwüre. Ich danke Artur aber nichts desto trotz für die vielen Tore. Seinen Platz in den Arminia-Geschichtsbüchern hat er sicher. Aber leider hörte man immer wieder wie arrogant er doch sei und das macht den Abschied dann doch etwas leichter. Trotzdem viel Glück!

Jahreshauptversammlung Arminia (Teil 2)

Die Aussprache wurde dann von der Tatsache überschattet, dass Obermann den Kompromiss so herüber gebracht hatte, als wenn er eigentlich der beste Kandidat sei, aber erpresst würde und nur weil es das beste für Arminia sei zurücktreten würde von der Kandidatur. Die Leute sprangen da natürlich sofort drauf an, denn sie fühlten sich von allen Leuten hinter das Licht geführt. Leider haben sich bei der Aussprache dann einige nicht mit Ruhm bekleckert.
 

Ein Herr Möntmann fühlte sich z.B. von den kritischen Arminen scheinbar höchst-persönlich auf den Schlips getreten und muss ein paar Bierchen zu viel gehabt haben, anders kann ich mir sein Gehabe nicht erklären. Vielleicht wollte er aber auch nur selber in den Aufsichtsrat.

Ein Mann im rosanen Hemd wollte unbedingt mal was wichtiges sagen, ich weiß immer noch nicht was er wollte, außer sich zu profilieren.

Nicht nur da dachte ich, dass ich auf einer Parteiveranstaltung bin, bei der bei jedem populistischem Gelaber gejohlt wird. Der ein oder andere braucht aber auch scheinbar ein Mikro vor sich, um sich auch mal ganz groß zu fühlen. Typisches Männer-Gockel-Gehabe.

 

Die Krönung der Parteiveranstaltung Jhv war dann aber, als Herr Obermann nochmal zu Wort kam und meinte, dass er die Kandidatur noch gar nicht zurückgezogen hätte. Schmierentheater und enttäuschte Eitelkeiten auf allerhöchstem Niveau, denn zuvor hatte ihm jemand mangelnde Rhetorik unterstellt und außerdem vermisste Herr Obermann scheinbar einen Catering-Service, beschwerte er sich erneut, dass er nichts zu Essen und zu Trinken bekommen würde. Dass man sich Essen und Getränke auch draußen kaufen konnte, musste ihm entgangen sein.

Die Leute jubelten trotzdem, und ich dachte, ich säße im falschen Film. Dachte ich eben noch ich müsste diesen unsäglichen Daudel wählen, musste ich nun befürchten, dass uns Gerhard Schröder-Kentsch durch das Fahrwasser führen würde und zudem noch von der auf Populismus getrimmten Masse bejubelt werde. Mir graute es. Wir waren Kentsch los, wie konnte man dann für einen Politiker Obermann Beifall klatschen?

Der einzige der dazwischen immer noch Sachverstand bewies, war Herr Kottmann, der immer wieder darauf hinwies, dass man handlungsfähig bleiben müsse und es ohne Präsidium keinen Trainer gäben würde und der Konsens wirklich gut wäre. Hin oder her. Ich wusste, dass ich auf keinen Fall ohne Präsidium in die Woche gehen wollte, aber was ich wählen sollte, das wusste ich nicht. 

Daraufhin gab es einen Antrag auf eine halbstündige Pause und  jedem war klar, was das hieß. Neue Kungelein hinter den Kulissen. Ich wusste aber auch, dass ich nicht mehr wählen, sondern nach Hause gehen würde. Frau muss schließlich am nächsten Morgen Brötchen verdienen gehen.

 

Zu Hause angekommen habe ich aber Twitter und NW noch ein Stündchen genutzt, weil ich mich einfach nicht losreißen konnte. Meine zunächst scherzhafte Bemerkung über die beiden unwählbaren Kandidaten, und dass Schwick mir da noch lieber wäre, wurde dann, es ist kaum zu glauben, wahr. Ein erneuter Konsens wurde gefunden indem Schwick wieder Präsident wäre und Kottmann Vize-Präsident. Des Weiteren säße noch ein weiterer Kritsche Armine im Präsidium und Mamerow machte den Schatzmeister während Lämmchen (die gute Seele) natürlich auch bliebe.

Sehr knapp wurde dieses Präsidium dann auch verabschiedet. Was blieb einem aber auch mal realistisch gesehen auch viel anderes übrig? Die Kandidaten hatten es selbst verbockt und zwar so richtig.

 

Ein kurze und äußerst und treffende Zusammenfassung findet man dazu auf Blog5. Dort schreibt man sehr treffend

"Auf der einen Seite ein Präsidentschaftskandidat, der bereits im Vorfeld in kürzester Zeit so viel verbales Geschirr zerdeppert hat, .... Auf der anderen Seite ein Präsidentschaftskandidat, …. sich dann aber im Vorfeld höchst undurchsichtig zu einem "Konsens" tragen lässt, um diesen dann mit merkwürdigem Beigeschmack und widerwillig zu präsentieren …. und sich auf diese Art als verlässlicher Verhandlungs-/Geschäftspartner für die erhoffte Zukunft selbst völlig zu entwerten. Zwei Personen, die den gestrigen Abend hervorragend dazu genutzt haben, sich völlig zu diskreditieren und unwählbar zu machen. Herr Vesper als einziger Profi in einem Meer von Amateuren."

Angesichts der Wahl muss man feststellen, dass Herr Schwick noch die, man wagt es es kaum zu sagen, beste Wahl war. Fraglich ist, ob Schwick jetzt auch die Wirtschaft hinter sich hat oder die nur Daudel als Präsidenten unterstützt hätten. Wichtig ist, dass man ab sofort schon nach einem wirklich geeigneten Kandidaten für 2011 sucht, der den ganzen Verein, vom Armini bis zum Präsidium, hinter sich vereint und noch Gefallen bei Sponsoren & Co. findet. Bis dahin muss man das beste aus dem Schlamassel machen. Bei Schwick weiß man wenigstens, dass er dem Verein nichts böses will. Hoffen wir, dass er es schafft den frischen Schwung aufzunehmen, aber trotzdem nicht wieder zur Marionette verkommt.

 

Herr Vesper als Versammlungsleiter war übrigens das Highlight des Abends. Von mir schon immer sehr gemocht, habe ich ihn seit seinem Auftritt in Annemie Hülchraths Wohnzimmer nicht mehr gesehen gehabt. Schlanker und mit Brille wirkt er souveräner als jeder andere vor Ort und hatte immer einen passenden Spruch auf den Lippen. Vielleicht steht er ja in zwei Jahren als Präsident zur Verfügung.

 

Bleiben die Fragen was und wie viel die Wirtschaft für ihr finanzielles Engagement verlangt? Scheinbar haben sie auf den Rückzug Kentschs und Obermanns bestanden. Warum?

Braucht die Wirtschaft das Präsidium nun in Form von Marionetten oder will man höchstens ('nur') gleichberechtigte Partner sein?

Zu welchem Preis also wird es finanzielle Unterstützung geben?

Und: Wie reagieren sie auf den neuen-alten Präsidenten?

Es bleibt spannend. Definitiv.

Jahreshauptversammlung Arminia

Als ich gestern zu der JHV ging wusste ich, dass es lange dauern würde und ich vielleicht das Ende nicht mehr miterleben würde, aber dass dann doch alles anders kam, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber mal der Reihe nach.

 

Ich tauchte gegen 18.10 Uhr auf und war froh, dass Freunde von mir schon sehr weit vorne in der Schlange standen. Nach Einlasskontrollen von Prodiac wie am Flughafen (Hallo Arminia-Ordner! Da könnt ihr was lernen) ging es nach oben, denn die JHV sollte dieses Mal weder im alten VIP-Raum der Schuecoarena stattfinden, noch im kleinen Saal sondern im großen Saal der Stadthalle. Auch trotz des Rückzuges von Kentsch war es voll, nicht zuletzt weil die kritischen Arminen (nein, das sind nicht die, die Rumprollen) Gegenkandidaten angesetzt hatten um den alten Arminia-Filz zu durchbrechen. Als ich hinging zur Versammlung wusste ich noch nicht wen ich wählen sollte, da ich die meisten nicht kannte. Weder die von den kritischen Arminen, noch einen Großteil der von Arminia vorgeschlagenen Leute. Mit Lämmchen und Mamerow habe ich kein Problem, aber die anderen wussten mir nichts zu sagen. Motto war also: Mal gucken was die Kandidaten so sagen.

 

Nach der Anmeldung (ganz professionell mit Computer - ich vermisse etwas die altmodischen Ordner ) und dem üblichen Geplänkel (welches erst gegen 19.45 Uhr los ging, der große Andrang) kam als erster 'Höhepunkt' die Aussprache von Schwick und da fiel des öfteren das Wort Respekt. Ein Wort, dass an diesem Abend öfter fiel, aber nicht nur an dem Abend eben nicht von allen Beteiligten und Fans eingehalten wurde. Aber was soll man sich dann auch wundern, warum die Jugendlichen nicht mal das Wort kennen, bei dem Vorbild, das einige Erwachsene da abgeben. Sei es die, die in Foren rumpöbeln (um das klarzustellen, dass machen nur einige wenige!) oder auch Fans vor Ort oder auch Redner und Kandidaten, die meinen nur weil sie am Mikro stehen, wären sie der Mac. Ich fand Schwicks Rede letztlich ganz okay, weil ich es auch, bei all seinen Fehlern, gut verstehen kann, wenn man nicht immer beschimpft werden will. Ich finde es auch gut, dass endlich mal öffentlich gemacht wurde, wie Schwick und Bruchhagen damals den Verein vorm Lizenzentzug gerettet haben. Thomas von Heesen hatte das damals (so vor ca. 10 Jahren) mal auf einem Fanabend erzählt, aber das wollte nie einer hören, wenn ich das erzählte. Dazu hat es viel zu sehr Spaß gemacht Bruchhagen als Bruchkopp zu verhöhnen, nur weil er zugegebenermaßen kein chraismatischer Enterainer ist und sparen musste ohne Ende. Aber das nur am Rande.

 

Nachdem verdienten und absolut überfälligen Abgang Schwicks (ich sage überfällig, weil ich der Meinung bin, dass er es als Präsident nie geschafft hat durchzugreifen und immer andere Menschen die Macht erlangten und Präsident spielten - erst Lamm, dann Kentsch - falsch verstandene Dankbarkeit?) wurde es dann aber richtig spannend. Die Kandidaten sollten endlich vorgestellt und dann auch gewählt werden. Der Moment auf den wir alle gewartet hatten.

 

Als erstes betrat nun Herr Obermann die Bühne. Der von mir zuvor noch leicht favorisierte (er konnte sich noch nicht in verschiedenen Zeitungsinterviews blamieren) Obermann ging ans Pult und fing erst Mal an den Macker herauszuhängen. Er lehnt sich Politiker-like ans Redner-Pult und beschwerte sich über die Luft und dass er doch nichts zu trinken bekommen hätte und fand sich dabei total locker und cool. Ich sag nur eins: Verschissen in 5 Sekunden. Ich dachte echt, da steht ein Politiker vor mit und kein Kandidat für MEINE Arminia! Aber nun gut, sollte er mal anfangen, würde sicherlich alles besser werden. Die Rede glich dann eine Trauerrede, bei der inhaltlich nicht viel gesagt wurde, ich aber fast einschlief. Desto länger er redete, desto mehr dachte ich, dass Gerhard Schröder an einem seiner 'Ich habe gar keinen Bock'-Tage vor mir steht.

 

Am Ende dann die tragende Verkündung, dass er Signale bekommen hätte, dass sein Team dann nicht fähig werde zu arbeiten und er dann ja morgen auf der Geschäftsstelle alleine sitzen würde. Ich habe mir das so zusammengereimt: Also, die Wirtschaft will/wollte den nicht und die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle evtl auch nicht? Er brachte dann diesen Kompromiss / Konsens dann auch genau so negativ rüber. Nicht, dass ich ein Fan von Kompromissen bin, aber im Leben geht nicht vieles ohne. Kann man denn dann, wenn man einem Kompromiss zustimmt, das nicht anders rüberbringen? Sonst muss man doch nicht einstimmen! Wenn er doch das nur zum Besten (angeblich) gemacht hat, dann zeig es auch und spiel nicht das verletzte Kind. Oder zeig Eier und geh keinen Kompromiss ein. 

 

Die Stimmung danach war natürlich alles andere als rosig. Teile des Mobs witterten Verschwörung, Erpressung und Bedrohungen und gingen voll auf die Barikaden. Da dachte ich ja noch, dass der Daudel jetzt einen Super-Rede sich hat schreiben lassen, alle blöden Äußerungen zurücknimmt, sich entschuldigt, die Leute mitreißt und wir um 23 Uhr nach Hause gehen. Denkste. Denn der Typ war quasi die Cholera (oder der andere die Cholera und er die Pest). Dass er bebuht wurde und man immer dazwischenrief fand ich auch nicht gerade toll, aber da muss er souveräner mit umgehen. Der Typ hatte Null Ausstrahlung, Null Charisma, wirkte dröge und das Schlimmste, er konnte sich nicht entschuldigen. Eine weitere Tugend, den den Menschen heutzutage fehlt. Und sowas soll dann Vorbild / Präsident werden? Outch!

 

Dann kam einer der wenigen guten Leute an diesem Abend. Frank Kottmann (auch ein kritischer Armine und er sollte Vize-Präsident werden, also Teil des Kompromisses). Er stellte nicht sich, sondern Arminia in den Mittelpunkt, stellte kurz da, was er sich erhofft und auch ganz sachlich realistisch, aber trotzdem mit Herzblut dar, dass das jetzige mehr wäre, als man erhofft hätte und plädierte für diesen Kompromiss (ähm nein, Konsens), weil man somit a) die Wirtschaft auf der Seite hätte und b) handlungsfähig sei. Warum Herr Obermann den Kompromiss dann vorher so mies dargestellt hat bleibt die andere Frage (wobei dann natürlich immer noch die mehr als katastrophale Außendarstellung des Herrn Daudel bliebe...). Sofort wünschte man sich diesen Mann als Präsidentschaftskandidat. Kompetent, unverbraucht, selbstsicher aber nicht arrogant, realistisch und mit viel Herzblut dabei, der auch nicht vergaß entsprechenden Menschen Respekt zu zollen und das kam dann auch noch ehrlich rüber. Leider lehnte er dies sehr schnell ab, weil er nun mal einen Full-time-Job hat und erst in 15-20 Jahren gerne Präsident werden würde.

 

Natürlich stellten sich noch Lämmchen, Lauritzen usw. vor. Also die die neuen Leute aus der alten Schmiede und die wirklichen neuen Leute, aber das überspringe ich mal, denn bei der Aussprache wurde es wirklich interessant.

 

(Teil 2 zur Aussprache, Herrn Obermanns weitere Aktion, den Kompromiss, dem großartigen Herrn Vesper und mein Ausblick dann später)

Der Fall Kentsch

Seit Tagen reagiert eigentlich nur ein Thema den ostwestfälischen Blätterwald. Opel? Magna? Wirtschaftskrise? Nein, das alles interessiert den normalen Arminia-Fan nicht, denn wer arbeitet hier schon für Opel. Vielmehr gibt es nur ein anderes, sportliches Thema:
Der Abstieg der Arminia und das Gebahren des noch nie sonderlich beliebten Kentsch.
 
Roland Kentsch war noch nie ein Sympathieträger. Viel zu sehr Banker und viel zu sehr von sich überzeugt, ist er ein intelligenter Mensch, der aber mehr Großkotz als Charisma verströmt. Bisher war mir das trotzdem immer egal (Uwe Rappolder mochte ich auch nicht, aber dafür sind die Leute auch nicht angestellt, sie sollen in erster Linie gute Arbeit machen). Ich glaube er hat finanziell wirklich einiges zur Gesundung beigetragen und auf dem Sektor wirklich sehr gute Arbeit für Arminia geleistet. Deshalb war ich auch immer dafür, dass er trotz aller Ecken und Kanten und unsympathischen Seiten, GF Finanzen bei Arminia bleibt, denn, eins war immer klar. Ein zweites Rüdiger-Lamm-Fiasko wollte ich nicht noch mal erleben und das würde es unter dem Sparfuchs ganz bestimmt nicht geben. Damals (98/99) hat Heribert Bruchhagen in letzter Sekunde Geldgeber gefunden, die uns vor dem Lizenzentzug bewahrt haben, weil Rüdiger Lamm gemeint hat, er müsse Geld ausgeben, das es gar nicht gab. Dummerweise haben wir diese Kredite einige zeitlang abbezahlt, weshalb sich Herr Bruchhagen als Lamm-Nachfolger auf dem Managerposten auch keine Freunde in Bielefeld gemacht hat, denn er konnte schlecht teure Spieler kaufen, wo man Altlasten abtrug.
Schon damals wunderte man sich, wie Rüdiger Lamm schalten und walten lassen konnte wie er wollte und ihn keiner bremste. Kein Schwick, kein TvH (damals schon Sportdirektor, kurz danach Trainer). Erst nach Lamms Rauswurf entdeckte man die nichtigen Veträge.
 
Nach dem Weggang Bruchhagens überahm dann unser Sparfuch Kentsch die finanzielle Gesundung. Ein Mann der aus dem Banksektor kam und schon allein deshalb von Anfang an in Kritik stand. Bald kehrte auch Thommy wiedermal als GF Sport auf die Alm zurück und schon sehr schnell wurde klar, dass die beiden sich nicht gut konnten, weil sie natürlich unterschiedliche Auffassungen hatten: TvH wollte Erfolg, Kentsch einen gesunden Verein. Thommy wollte Geld für gute Spieler, Kentsch wollte den Verein in die schwarze Bilanz führen. Beide hatten ihre verständlichen Standpunkte, denn beide würden, sollte es in ihrem Bereich nicht laufen, als erste zur Disposition stehen. Es gab also schon damals erste Anzeichen, dass man sich mehr aneinander rieb, statt miteinander. Ob das förderlich oder nicht war, sei dahingestellt, ich glaube ja, dass man durch Reibungen durchaus auch profitiert.
Nach dem Abstieg mit Benno M. war es auch TvH, der stark in der Kritik der Fans stand, weil die Spieler alle Ausstiegsklauseln hatten. Der Fan vergaß darüber jedoch, dass der Spieler sonst nie seinen Vetrag verlängerte hätten. So gab's wenigstens eine kleine Ablösesumme. Aber wie auch Bruchhagen brauchte der Fan einen Buhman für seinen Frust und Kentsch war (noch) nicht greifbar genug.
 
Nachdem Thomas von Heesen in der nächsten Saison der Coup mit Rappolder gelang (wäre es schief gelaufen, hätte er seinen Stuhl geräumt), ging's dann erstmals richtig ab. TvH und Rappolder waren in der eindeutig besseren Position gegen einen Kentsch der das Geld zusammenhielt. Für gewöhnlich glaube ich, dass es bei Disputen zumeist so ist, dass jeder sein Teilchen zu beiträgt und so mag es auch dieses Mal so gewesen sein, aber das war nicht der springende Punkt. Wer nun Recht hatte oder  nicht, wer richtig oder falsch gehandelt hat, das weiß ich nicht (ich glaube jedenfalls, dass TvH, so sypmathisch ich ihn auch finde, auch nicht  fehlerfrei oder der Messias ist). Problematisch wurde das ganze, weil mit TvH jemand ging, der mittlerweile beliebt und erfolgreich war und Unterstützung bei den Fans fand und sich vielleicht auch deshalb traute Kentsch paroli zu bieten, der immer mehr an Macht erlangte.
Mit TvH ging nicht nur ein Arminie, sondern das Gleichgewicht verloren. Rieb man sich vorher aneinander und brachte vielleicht so das beste zustande, so kamen nun Leute, die vielleicht zu lieb waren. Ein Reinhard Saftig musste sehr viel, teilweise auch unsachliche Kritik, einstecken. Wohlwissend, dass er keiner ist, hatte man ihn wahrscheinlich auch deshalb eingestellt, weil er niemals dreckige Wäsche in der Öffentlichkeit waschen würde. So bekam er den Hass der Fans ab, wenn es mal nicht so lief.
 
Kentsch geriet aber langsam aber sicher wegen anderer Dinge immer mehr unter Druck.
1. Er bekleidete neben dem Amt des Geschäftsführers nämlich auch einen Posten im Aufsichtsrat, d.h. dass er sich und seinen Posten quasi selbst kontrolliert.
2. Kentsch zeigte immer wieder in Interviews Anwandlungen keine Kritik zugeben zu können und Kritiker mit einem leichten Schmunzeln abkanzeln zu können.
Züge die man bei Politikern auch öfter beobachtet, wenn sie an die Macht kommen. Mögen sie vorher  auch heere Ziele verfolgt haben erliegen sie dann doch der Macht uns verlieren die Bodenhaftung.
 
Bis letzten Samstag war ich trotzdem noch der Meinung, dass es reichen würde ihn nur in der Macht zu beschneiden, ihm endlich den Aufsichtsratposten wegzunehmen und ihn  einfach nur Geschäftsführer für Finanzen sein zu lassen. Da versteht er was von und hat nun mal auch Vetrag bis 2012.
 
Nach dem was ich die letzte Wochen las (Drohungen, Umgang mit Mitarbeitern, etc.) muss ich jedoch sagen, dass Herr Kentsch im Sinne des Vereins entlassen werden muss.
1.  Wer so mit Mitarbeitern umgeht sollte entlassen werden.
2.  Fehlende Selbstkritik kann nicht zur einer Umwandlung der Haltung führen.
3.  Die Außendarstellung ist für Fans und Sponsoren fatal, ein Festhalten könnte bittere Konsequenzen haben.
 
Manche Menschen machen sich ihre Verdienste selber kaputt, indem sie sich in guten Zeiten einfach zu sehr überschätzen und maßlos werden.
Man nennt es auch die Todsünde Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)

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